Fit bleiben – jetzt kommt`s drauf an!

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Erinnerst Du Dich noch? Trimmy von „Trimm Dich fit“?

Das waren noch Zeiten, oder? Als wir dieses lustige Männchen noch mit mitleidigem Lächeln betrachtet hatten. Oder was wahrscheinlicher war. Wir hatten einfach den Kanal weggeschaltet. Wir hatten das nicht nötig, denn wir waren fit und vital. Aber nun haben sich für uns Männer, die wir nun über 40 sind, die Zeiten geändert. Ich meine das nicht bedrohlich oder negativ, sondern es ist einfach so. Jetzt müssen wir schauen, fit bleiben ist die Devise.

Jetzt wird mehr und mehr wichtig, wie viel Fitness-Kapital wir ansparen und fit bleiben, damit wir später davon zehren können. Es geht nicht mehr nur darum, dass Du Dich heute und aktuell fit und vital fühlst, sondern dass Du Dir ein Kraft- und Vitalitätspolster für spätere Zeiten aufbaust. Ganz neu Muskeln aufzubauen ist schon jetzt schwer als noch mit zwanzig. Wie wird das erst sein, wenn Du 60 plus bist und dann Muskeln aufbauen willst. Es geht, ja, aber das wäre ein deutlich langfristigeres Projekt als noch in mittelalten Jahren. 

Bewegung ist jetzt Trumpf

Ein uraltes Sprichwort sagt schon. „Wer rastet, der rostet.“ Dieser Spruch ist jetzt auch für Dich wahr. Was wir früher ignorieren konnten, rächt sich heute recht schnell mit neuen Zipperlein wie Rückenschmerzen, Kniebeschwerden, Atemnot beim Treppensteigen und ganz allgemein einer deutlich geringeren Leistungsfähigkeit. Wer nicht fit bleibt, der erlebt sein blaues Wunder, wenn er seine Energie mal nötig hat.

Ich erlebtes das ganz krass, als ich vor ein paar Jahren ins Krankenhaus musste. Nach drei Wochen Krankenhausbett hatte ich körperlich deutlich abgebaut. Als ich wieder ins normale Leben zurückkehrte, merkte ich, dass fast alles anstrengender geworden war. Auch meine Konzentration und mein Merkvermögen hatten deutlich nachgelassen, aber vor allem hatten meine Muskeln abgenommen.

Fit bleiben – wichtiger denn je

Ich bin alles Andere als ein Sportler und werde es auch nie werden. Wenn andere Männer zu ihren besten Zeiten sportliche Maserati waren, war ich schon zeitlebens ein gemütlich zockelnder Renault 4 oder bestenfalls ein Kadett. Zwischendurch wurde ich sogar schon mal zu einem fetten VW Bulli, aber das konnte ich schon vor einigen Jahren weitgehend abschmelzen. 

Für mich kommt also nur allgemeine Fitness und Ausdauer in Frage. Kraftsport war noch nie meins, obwohl ich gelesen habe, dass älter werdende Männer gerade jetzt, am besten zweimal die Woche, moderaten Kraftsport betreiben sollten. Aber dazu sollte man das auch ein wenig in den Genen haben, sonst musst man beständig gegen die eigene Einstellung ankämpfen. 

Das kannst Du eine Weile, aber nicht auf Dauer. Es sei denn, Du hast das seltene Talent, eine Tätigkeit, hinter der Du nur logisch stehst, so sehr zu einer Gewohnheit werden zu lassen, dass Du sie auf Dauer beibehältst. Also nicht falsch verstehen. Gewohnheiten haben Macht, Gewohnheit sind der Joker, um Willenskraft zu sparen und so länger stark bleiben zu können. Aber selbst eine gut konditionierte Gewohnheit wirst Du nur durchhalten, wenn Du wirklich hinter ihr stehst. 

Du warst eine Sportskanone?

Wenn Du früher sportlich und warst Lust an Bewegung hattest, ist das in Dir drin. Dann kannst Du das wieder wecken. Dann ist meine Empfehlung tatsächlich, dass Du moderaten Kraftsport mittels Übungen mit Deinem Körpereigengewicht machst. Das Konzept klingt sehr interessant. Kraftsport ohne Geräte und ohne eine Überforderung der Gelenke und Sehnen, da man nur Übungen macht, wo der eigene Körper den Widerstand und das Gewicht ausmachen so dass man optimal fit bleibt. 

Wäre ich nur so, dass mir das Spaß machen könnte :-). Denn ich weiß es ja. Ich möchte fit bleiben. Aber ich mache dann doch lieber die weniger „anstrengenden“ Dinge, um fit zu bleiben. Yoga, walken, Rad fahren und immer wieder mittellange Wanderungen im bergigen Umland. Denn ich möchte nicht schleichend schwächer und unflexibler werden. Sonst werde ich mich irgendwann dann doch noch vor der Zeit alt fühlen – und das definitiv früher, als es sein müsste. 

Ein ganz persönliches Schwächeerlebnis

Es ist schon einige Jahre her. Ich war beim Bäcker ein Brot kaufen. In der Bäckerei hatte sich ein Stau gebildet, da ein älterer Herr nicht mehr in der Lage war, zu stehen. Die Bäckereiverkäuferin brachte ihm einen Stuhl, so dass er sich hinsetzen konnte. Als ich an der Reihe war, saß er noch immer auf dem Stuhl und war offensichtlich nicht in der Lage, allein zu sich nach Hause zu gehen. 

Ich fragte ihn, wie weit er habe und es waren nur einige Hundert Meter. Ich bot ihm an, ihm nach Hause zu helfen und hakte mich unter, um ihm beim Gehen zu helfen. Ich habe das Gefühl nie vergessen. Es war ein erschreckend weiches, kraftloses Gefühl, als ich seinen Arm und seine Schulter stützte. Damals war ich etwas über vierzig. Aus meiner heutigen Sicht war er vielleicht 10 oder 15 Jahre älter als ich, nur eben … vollkommen kraftlos. 

Alles – nur nicht vor der Zeit abbauen

Das kann natürlich krankheitsbedingt gewesen sein, klar, ich kann das nicht wissen, aber der Grund ist nicht wichtig. Ich weiß nur, so kraftlos möchte ich nicht werden. Gerate ich später mal ohne Kraft- und Muskelreserven in eine längere Krankheit oder stürze ungünstig, könnte es mir genauso ergehen. Mein Körper würde in nur wenigen Wochen massiv Muskeln und eben auch die so wichtige Kraft abgebaut haben. 

Das möchte ich nicht erleben – und Du besser auch nicht. Darum, schau, dass Du Deinen, pardon :-), Arsch hochbekommst und fit bleibst. Es reicht für den Anfang vollkommen aus, wenn Du in Deinen Alltag längere Spaziergänge einbaust und nicht mehr jede Strecke mit dem Auto fährst und auch das Fahrrad benutzt, wenn es flott gehen soll, aber das Auto, ganz ehrlich betrachtet, übertrieben wäre. 

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