Männer, immer unter Strom? Ist das so? Und bleibt das so? Der aktiv im Leben stehende Mann ist daran gewöhnt, dass ihm seine Kräfte schier unbegrenzt erscheinen. Dass sich daran irgendwann einmal etwas ändern könnte – das ist der Gedankenwelt des Mannes so fern wie nur irgend etwas in seiner männlichen heilen Welt. Seit der Pubertät, die ihn im Testosteron getaucht hat, lebt er im ihn erfüllenden Gefühl, nein, der Gewissheit, der eigenen „saftvollen“ Unsterblichkeit. Saftvoll – ja doch! Richtig :-). So ein Wort kann doch nur einem Mann einfallen. Aber ein Mann ist nun mal sehr bildhaft veranlagt. Testosteron schenkt dem Mann nicht nur Haare unter den Armen und am … pardon … Sack. Nicht nur schwellende Muskeln und einen weiteren, vom Manne besonders geliebten und (besonders von ihm) verehrten nun sehr regen Schwellkörper. Nein. Testosteron senkt darüber hinaus seine Stimme auf ein, wenn alles gut läuft, kraftvolles Maß. Testosteron gibt ihm die Ellenbogen, mit denen er sich im Job und wohl auch oft privat durchsetzen kann. Ein Mann erreicht auf diese Weise sehr viel, aber macht sich dabei nicht immer nur Freunde.

Testosteron, wirksamer als Obelix Zaubertrank

Testosteron erfüllt ihn in einer Weise, wie man es nur noch mit der Kraft Siegfrieds vergleichen kann, nachdem er sein Bad im Drachenblut gehalten hatte. Ist aber die Dosis Testosteron aber zu verschwenderisch, kann aus einem Mann auch ein echtes Arschloch werden. Er mutiert zu einem „unbesiegbaren Helden“. Zumindest glaubt er das von sich. Und leider ist es so: Er setzt sich mit solchen Macho-Eigenschaften tatsächlich öfter durch. Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit für jeden, der es kompromissbereiter und toleranter angehen lässt.

Die drei mit dem Headset

Wir drei haben einen Podcast zu diesem Artikels gemacht. Das heißt, ich, Jochen und Frank , zwei sehr interessanten Männern. Der eine noch zu Beginn seiner Andropause, deren Auswirkungen er nach eigener Aussage gerade zu spüren beginnt. Der Andere bereits jenseits der Andropause. Beide aber mit wahrer Vernunft erfüllt :-). Man sollte meinen, nicht nur Jochen, sondern auch Frank hat schon die (im Rückblick kann ich das tatsächlich sagen) Gnade der Wechseljahre erfahren.

Aber nicht nur ablesen, oder?

Die Idee, den meisten meiner Artikeln eine Zuhörversion anzuhängen, ist mir während dieser sehr humorvollen und ausgeglichenen Zusammenarbeit gekommen. Auch weitere meiner Onlinejournalisten – Mitstudenten haben mich in dem Gedanken bestärkt, eine Podcast – Version hinzuzufügen. Diese Podcasts werde ich nicht wortgleich abgelesen. Ich nutze den Artikel als Basis, gemeinsam mit dem gesammelten Recherchematerial und talke mich durch den Artikel. Als wäre der Artikel mein Gast, der sich selbst noch mal kommentieren darf. In der Podcast – Version kann ich ausführlicher sein und kleine Schlenker und Exkurse einfügen, die im geschriebenen Artikel keinen Platz finden. Gesprochenes kann schon mal plätschern, Geschriebenes will eine Form. Und … auch ein Vorteil: Ihr könnt meine Pod Talks (ich überlege noch, wie ich die vertonte Version nennen soll) auch von unterwegs oder bei der Arbeit anhören. Sogar beim Putzen, Kochen oder Spülen. Beim Sex vielleicht dann doch nicht, auch wenn mir das eine besondere Ehre wäre :-).

And here comes – the No.1

Dieser Artikel mit seinem Podcast hat einen kleinen Ehrenplatz in meinem Blog. Er ist die Nummer Eins :-). Der allererste Artikel. So wie das erste Bild in einer neu bezogenen Wohnung. So wie Dagobert Ducks erster selbst verdienter Kreuzer, der ihm immer Glück gebracht hat. Vielleicht trägt ja dieser erste Podcast auch mit dazu bei, dass meinem Blog die unverzichtbare Fortüne beschert sein wird. Denn ohne das entscheidende Stückchen Glück, bei allem soliden Handwerk, gibt es keinen Erfolg. Nochmals meinen Dank an Frank und Jochen. Das war ein tolles Stück gemeinsames Schaffen und hat einen Riesenspass gemacht. Ach, ich sollte es besser erwähnen. Natürlich ist dieser Artikel im Ironiemodus entstanden, obwohl jedes Wort irgendwie auch ein Stück Wahrheit hat. Und genau da beginnt das Problem.