Weihnachten mit midlife-mann.de

Dieses Jahr mache ich mir ein wirklich besonderes Geschenk.

Ich gehe mit meinem Blog midlife-mann.de an die Öffentlichkeit. Ich habe, das muss ich ehrlich gestehen, ein paar Wochen, vielleicht sogar länger?, gekniffen, mit meinem Thema offensiv rauszugehen. Auf der einen Seite hat mich bestimmt auch mein mir eigener Perfektionismus gehindert. Es sollte halt alles perfekt sein. Alles sollte fertig sein. 

Weg mit den Zweifeln!

Auf der anderen Seite habe ich aber noch immer leise Zweifel, ob sich für mein Thema genügend Leser finden werden. Dabei weiß ich aus inzwischen vielen Gesprächen mit Männern dass sie, wenn sie in die Vierziger kommen, beginnen anders zu fühlen und oft auch umzudenken. Sie machen sich Gedanken über sich selbst, was sie erreicht haben und noch erreichen wollen und suchen dann auch nach Erklärungen. 

Männer – werden eben nicht alt

Das ist ja auch ein sehr sensibles Thema. Der Mann wird älter, bekommt diverse Zipperlein und Beschwerden, vielleicht auch mit seiner Potenz und / oder seiner beruflichen Leistungsfähigkeit und rutscht auch noch in eine Midlifekrise. Ich habe das im Paket am eigenen Leib erfahren. Ich war tatsächlich nicht auf das Kommende vorbereitet. Ich war bis dahin „unsterblich“ oder auch „for ever young.“ Das klingt bescheuert und das ist es auch, aber so war es nun mal.

Appell an euch, meine Leser!

Da ich seit meiner Midlifekrise, die damals auch zu einer Depression wurde, immer wieder (ich nenne sie so) „Nulltage“ habe, also Tage mit verdammt wenig Motivation, an denen der Tag einfach so dahinplätschert, freue ich mich auf eure ideenreichen Arschtritte und Anregungen und vor allem auf eure Kommentare. Ich werde mir jeden Themenvorschlag anschauen und wenn der mich kitzelt, einen Artikel recherchieren und darüber schreiben. 

Werde ich mich nackig machen?

Das ist ja immer die Gretchenfrage. Gebe ich zu viel von mir preis? Erzähle ich zu viel Privates von mir? Könnte es sein, dass ich Dinge schreibe, die ich besser für mich behalten sollte? Hier kommt von mir ein klares Nein! Ich kenne das Internet in- und auswendig, vom ersten Netscape Browser an. Ein alter Weggefährte, damals in den Neunzigern, hatte mir damals einen Rat gegeben, den ich nie vergessen habe und der mir in Fleisch und Blut übergegangen ist:

„Wenn Du was im Web schreibst, stell Dir immer vor, dass Dir beim Schreiben jemand über die Schulter schaut.“

Einen besseren Rat, was das Internet angeht, habe ich nie bekommen. Das ist meine Leitlinie. Wenn ich also Persönliches von mir schreibe. So zum Beispiel von meinen Schwächen oder meiner damaligen Depression, oder Nachwirkungen aus dieser Zeit, aber auch über körperliche Veränderungen, dann ist das so gewollt. Meine Offenheit steht immer im Kontext zum Thema meines Blogs. 

Jetzt geht’s auf die Langstrecke 🙂

Natürlich ist mir klar, dass es nicht direkt Kommentare hageln wird. Als alter grau gewordener Internet-Hase ist mir klar, dass jetzt eine Durststrecke kommt. Darum werde ich mir auch die ersten drei Kommentare von Dir, meinem Leser, ausdrucken und hochwertig einrahmen. Denn das ist der Moment, ab dem ich den Blog nicht nur für mich schreibe, sondern für euch.

Merry Christmas

von Huibert

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